Berlin zeigte sich in unserer Abschlussfahrtswoche von seiner heißesten Seite – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Ausgerechnet in der heißesten Woche des Jahres verschlug es die Klassen 10A und 10B in die Hauptstadt. Das bedeutete: jede Menge Sonne, noch mehr Schweiß und gefühlt viel zu wenig Schlaf. Aber eines steht fest: Langweilig wurde es garantiert nicht!
Natürlich stand auch ein abwechslungsreiches Programm auf dem Plan. Bei einer Stadtführung lernten wir Berlin von seiner historischen und modernen Seite kennen. Ein besonderes Highlight war der Besuch des Reichstags. Dort konnten wir sogar eine Plenarsitzung des Deutschen Bundestages verfolgen. Die berühmte Glaskuppel mussten wir allerdings auslassen – sie blieb aufgrund der extremen Temperaturen geschlossen. Berlin war eben selbst für den Reichstag ein bisschen zu heiß.
Eindrucksvoll und nachdenklich stimmte der Besuch der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, dem ehemaligen Stasi-Gefängnis. Die Führung machte Geschichte auf bewegende Weise erlebbar und hinterließ einen bleibenden Eindruck.
Wer neben dem Pflichtprogramm noch nicht genug von Berlin hatte, konnte freiwillig weitere Sehenswürdigkeiten erkunden. Zur Auswahl standen unter anderem das Technikmuseum, das Naturkundemuseum oder der Tränenpalast….
Ein Programmpunkt fehlte in diesem Jahr allerdings: Das traditionelle Treffen mit Frau Merkel musste leider entfallen. (Vielleicht hatte sie sich aufgrund der Temperaturen an einen kühleren Ort zurückgezogen.)



Auch beim Fußball wollte uns das Glück nicht ganz hold sein. Zum WM-Deutschlandspiel machten wir uns auf den Weg zum Public Viewing im ehemaligen Sony Center. Leider dauerte das Erledigen der wirklich wichtigen Dinge (noch schnell Geld „abziehen“ … noch schnell Wasser organisieren ….warten bis alle wieder da sind ….) etwas länger als geplant – und als wir ankamen, hieß es nur noch: “Leider voll!” Das Spiel mussten wir also auf anderem Wege verfolgen.
Untergebracht waren wir in einer tollen und sehr zentral gelegenen Jugendherberge in Kreuzberg. Von dort aus ließ sich Berlin wunderbar erkunden.
Den krönenden Abschluss bildete schließlich die Rückfahrt: 13 Stunden mit der Deutschen Bahn – bei Temperaturen um die 40 °C. Sagen wir es so: Wir hatten reichlich Zeit, unsere Berlin-Erlebnisse noch um weitere Kuriositäten zu erweitern. Vielen Dank, Deutsche Bahn, für dieses… unvergessliche Finale.
Begleitet wurden die Klassen von Frau Sbielut, Herrn Schneider und Frau Otto, die trotz Hitze, voller U-Bahnen, straffem Programm und der epischen Heimreise stets den Überblick behielten und mit viel Geduld, Humor und guter Laune dafür sorgten, dass die Abschlussfahrt für unsere Schülerinnen und Schüler ein voller Erfolg wurde.
Trotz Hitze, kleiner Pannen und einer rekordverdächtig langen Heimreise bleibt unsere Abschlussfahrt vor allem eines: eine Woche voller gemeinsamer Erlebnisse, vieler lustiger und schräger Momente und Erinnerungen, die uns noch lange begleiten werden. Berlin – wir kommen bestimmt wieder. Am liebsten dann bei angenehmen 20 Grad!
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